Cashflow-Projekt: 20.000 Euro Kredit aufgenommen und in P2P-Kredite investiert

Cashflow-Projekt_P2P-Kredite auf Kredit

Der Fokus meiner langfristigen Kapitalanlagen liegt auf dem Vermögensaufbau mit Aktien und damit verbunden auf der Generierung von laufenden Erträgen. Bei allen tollen Möglichkeiten, die mir die Geldanlage in Aktien langfristig bietet, liegt dabei das große Problem in der Gegenwart.

Naturgemäß brauche ich entweder sehr viel Zeit oder sehr viel Kapital um seriös ein wirklich nennenswertes passives Einkommen mit Dividenden aufzubauen. Wenn ich zum Beispiel 1000 Euro im Monat an Dividenden zur Verfügung haben möchte, benötige ich, bei einer angenommenen Dividendenrendite von 3 Prozent ein investiertes Grundkapital von rund 400.000 Euro.

Das ist natürlich eine ganze Menge Geld. Daher habe ich mir Gedanken gemacht, ob es nicht einen Weg geben könnte, wie ich meine Ziele planbar, aber etwas schneller erreichen kann. So kam ich auf die Idee Fremdkapital einzusetzen. 

Die meisten Unternehmen arbeiten mit einem gewissen Anteil Fremdkapital und die größten Vermögen dieser Welt werden mit der Unterstützung von Fremdkapitalhebeln erzielt. Bereits bei der Verwaltung meiner Haushaltsfinanzen versuche ich immer auch ein bisschen unternehmerisch zu denken und warum sollte ich also mich dieses Mittels nicht auch bedienen können?

Andererseits habe ich die Einstellung, dass Kredite mit Vorsicht zu genießen sind und weiß, dass es immer mit einem Risiko behaftet ist einen Kredit aufzunehmen. Ich bin aber auch der Meinung, dass man Konsumkredite nicht mit Investitionskrediten gleich setzen darf.

Letztlich habe ich mich dafür entschieden, den Einsatz eines Fremdkapitalhebels im Rahmen eines Projektes zu planen und auch umzusetzen. Ich möchte euch gerne mit meinem Blog an der Planung, am Verlauf und am Erfolg oder Misserfolg teilhaben lassen. 

In meinem heutigen Artikel geht es vornehmlich um die Fragestellungen, die bei der Planung und Umsetzung aufgetreten sind und um die entstandenen Probleme.

1. Mein Investmentcase

Ich nehme einen Kredit über 20.000 Euro auf und verteile das Geld auf verschiedene P2P-Plattformen, um es dort an andere Einzelpersonen oder Unternehmen weiter zu verleihen.

Dafür möchte ich höhere Zinsen erhalten als ich selbst für meinen eigenen Kredit zahlen muss.

Das Projekt soll eine Laufzeit von sieben Jahren haben.

Die Erträge sollen wieder über die P2P-Plattformen reinvestiert werden und die Kreditrate wird zusätzlich zu meiner üblichen Sparrate bedient. Damit ist der größtmögliche Hebeleffekt gewährleistet.

 

1.1 Ziel

Meine Renditeerwartung liegt auf der Investitionsseite bei 10,0 Prozent pro Jahr vor Steuern. 

Unter Berücksichtigung von Steuerabzügen und Kosten für den Kredit soll am Ende der Laufzeit ein Gewinn von 11.200 Euro stehen. Diese Zielsetzung ergibt sich aus meiner Renditeerwartung und den Kreditzinsen, die ich mit der Bank vereinbaren konnte und die ich während der Laufzeit zu zahlen habe. Näheres zum aufgenommenen Kredit erfahrt ihr im weiteren Verlauf des Artikels. 

Das Projekt soll so gestaltet werden, dass existenzbedrohende Risiken ausgeschlossen sind.

Das Projekt kann also nicht das große Geld bringen, sondern durch den Fremdkapitalhebel einen Zwischensprint im Marathonlauf meines Vermögensaufbaus ermöglichen.

2. Planungsphase

2.1 Kreditauswahl

In Deutschland sind Darlehen zur Immobilienfinanzierung und Wertpapierkredite im Zusammenhang mit Investitionen für Privatanleger bekannt und verbreitet. Kredite für anderweitige Investitionen werden meines Wissens nach von den Banken kaum oder gar nicht angeboten.

Aus diesem Grund habe ich mir verschiedene Angebot zu herkömmlichen Ratenkrediten über Check 24 eingeholt. Die beiden besten Suchergebnisse lagen bei 0,64 % bzw. 1,64 % effektivem Jahreszins. Mir war klar, dass es sich dabei um Lockangebote handeln würde, dessen Konditionen am Ende nicht erreichbar sein würden.

Nach Eingabe meiner persönlichen Daten setzte ich die Maschinerie in Gang und erhielt in den darauffolgenden Tagen über alle möglichen Kommunikationswege eine Vielzahl von realistischeren Kreditangeboten. 

Schließlich waren am Ende noch zwei Angebote in der engeren Auswahl:

Anbieter:
Darlehensbetrag:
Effektivzins:
Laufzeit:
Ratenhöhe:
Kreditkosten:
Sondertilgung:
Norisbank
20.000 €
2,69 % p.a.
84 Monate
261,84 €
1.936,70 €
einmal pro Jahr bis zu 50 % der Restschuld, ansonsten nur mit Vorfälligkeitsentschädigung
Bank of Scotland
20.000 €
3,09 % p.a.
84 Monate
265, 31 €
2.230,55 €
unbegrenzt, kostenlos

Es ist für mich nicht automatisch der Kredit mit den besten Zinskonditionen die beste Variante. In diesem Fall war mir wichtiger, das Projekt jederzeit beenden zu können können, falls mein Investmentcase nicht aufgehen würde oder ich die monatliche Rate eines Tages nicht mehr bezahlen möchte, weil ich das Geld vielleicht für etwas anderes brauche.

Ich entschied mich deshalb für die kostenlose und unbegrenzte Sondertilgungsoption von der Bank of Scotland und nahm dafür rund 300 Euro Mehrkosten in Kauf.

Die erste Kreditrate wird am 01.11.2019 fällig.

Die Bearbeitungsdauer vom Zeitpunkt der Eingabe meiner persönlichen Daten bis zur Auszahlung des Darlehensbetrages betrug acht Tage und verlief problemlos und ohne spürbare Verzögerung. 

2.2 Wie soll das Geld investiert werden?

Bei dieser Frage war mir zunächst wichtig, dass ich innerhalb meines eigenen Kompetenzkreises bleibe, in welchem ich mich sicher bewegen kann und wo ich mich auskenne. Keinesfalls möchte ich ausgerechnet mit geliehenem Geld irgendwelche Experimente mit Anlageklassen machen, wo ich bislang keine oder wenig Erfahrungen gesammelt habe. Die Gier würde sicherlich nicht zu meinem Ratgeber werden. Zusätzlich wollte ich einen relativ planbaren und stetigen Einkommensstrom generieren.

Dividendenaktien musste ich leider ausschließen. Die Aktienkurse schwanken zu stark. Ein vorzeitiger Abbruch des Projektes könnte mit Wertverlusten einhergehen. Ich möchte für Aktieninvestments nach Möglichkeit kein Fremdkapital einsetzen.

Die Ausnahme würde eine sehr seltene Marktphase bilden. Dann, wenn das Chance-/Risikoprofil extrem zugunsten der Chancen ausfallen würde. In einer solchen Phase befinden wir uns derzeit aber nicht. Für eine solche Situation habe ich mir einen Ratenkredit bei der ING* zur Verfügung stellen lassen. Das Geld kann von mir jederzeit kurzfristig abgerufen werden, dafür sind die Zinsen jedoch etwas höher. Zinsen zahle ich erst, wenn ich das Darlehen tatsächlich auszahlen lasse. Schon seit 2015 halte ich diese Fremdkapitalreserve bereit. Bislang kam sie mangels passender Gelegenheit noch nicht zum Einsatz. 

Immobilieninvestments kommen für dieses Projekt ebenfalls nicht in Frage. Es wäre zwar eine gesellschaftlich anerkannte Lösung, eine Immobilie zur Kapitalanlage zu erwerben und über den Immobilienkredit Geld für mich arbeiten zu lassen, welches mir nicht gehört. Meine veranschlagte Zielrendite würde sich damit jedoch nicht erreichen lassen. Deswegen habe ich auch die Immobilien recht schnell ausgeschlossen.

Schließlich blieben mir noch die P2P-Kredite. Diese Anlageform würde mir einen  stabilen und in gewissem Maße planbaren Einkommensstrom in Aussicht stellen. Bereits seit 3 1/2 Jahren hatte ich überwiegend gute Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt. Auch wenn das subjektive Risiko höher sein würde als bei Dividendenaktien und Immobilien, so würde auch die Renditeerwartung hoch genug sein, um einen annehmbaren Überschuss für mein Projekt nach Steuern und Kosten zu erwirtschaften. Meine bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass mit P2P-Krediten 10 % Zinsen jährlich ein ambitioniertes, aber nicht unerreichbares Renditeziel vor Steuern und Kosten sein würden.

Ich habe beschlossen zu Beginn in drei verschiedene P2P-Plattformen zu investieren. Hierbei habe ich mich für drei der größten Anbieter aus dem Baltikum, die derzeit am Markt etabliert sind und mit denen ich bereits mehrjährige Erfahrungen gesammelt habe, entschieden.

Eine detaillierte Erläuterung der drei Plattformen würde jedoch den Rahmen meines Artikels sprengen. Falls ihr euch mit den Anbietern näher auseinandersetzen möchtet, habe ich euch hier einen Link zu mehreren ausführlichen Artikel u.a. über Mintos, Estateguru und Bondora eingefügt. Die Artikel stammen von Lars Wrobbel, der mit „Passives Einkommen mit P2P“ die größte deutsche Community im P2P-Bereich verwaltet.

Ich habe die 20.000 Euro Investitionskapital zum Start folgendermaßen aufgeteilt:

2.2.1 Mintos 

Bei Mintos investiere ich seit dem Frühjahr 2016. Ich vertraue der Plattform, halte eine zweistellige jährliche Rendite für schwierig, aber machbar und es standen in der Vergangenheit immer ausreichend geeignete Kredite für Investitionen zur Verfügung. Ich investiere ausschließlich hier in Kredite mit Rückkaufgarantie

Investition: 7000 Euro

 

2.2.2 Estateguru

Bei Estateguru bin ich seit Sommer 2017 unterwegs. Hier sind für mich ebenfalls zweistellige Renditen realistisch, die angebotenen Immobilienprojekte sind überwiegend erstrangig besichert und es gab meines Wissens nach noch keinen Kreditausfall. 

Investition: 7000 Euro

 

2.2.3 Bondora

Mit Bondora Go & Grow arbeite ich bereits seit mehr als einem Jahr und bin damit bislang zufrieden. Für mein Projekt investiere ich nun auch mit dem Portfolio Manager Pro.

Auf die Konfigurationen des Auto-Invest der Plattformen werde ich in einem späteren Beitrag gesondert eingehen.

Investition: 6000 Euro

 

Buchtipp

Wenn ihr wissen möchtet, was an diesem aufstrebenden Anlagezweig dran ist, ob P2P-Kredite wirklich der heilige Gral der privaten (Klein-)Investoren sind oder wie viel Risiko ihr tatsächlich für Renditen jenseits der 10% in Kauf nehmen müsst, dann kann ich euch das Buch von Sebastian Wörner (Hobbyinvestor.de) und Vincent Willkomm (freaky-finance.net) ans Herz legen. 

3. Risiko-Management

Eine Investition in P2P-Kredite birgt sehr hohe Risiken und es ist möglich, dass ich mein investiertes Kapital vollständig verliere.

Die Aufnahme eines Kredites birgt ebenfalls Risiken. 

Diese Maßnahmen habe ich zur gezielten Minimierung folgender Risiken getroffen:

 

3.1 Risiko: Plattformrisiko

Gegenmaßnahme: Diversifzierung über mehrer Plattformen

Ein reales Risiko ist das Plattformrisiko. Eine oder mehrere der P2P-Plattformen könnten pleite gehen. Um dieses Risiko zu begrenzen, habe ich drei verschiedene, solide wirtschaftende Anbieter ausgewählt, die zu den größten und etabliertesten am Markt gehören. Trotzdem ist eine Insolvenz auch bei diesen Unternehmen möglich. Geht eine Plattform pleite, ist nicht der gesamte Investitionsbetrag, sondern nur ein Teil davon verloren. 

Nach einer Weile werde ich eine vierte P2P-Plattform hinzunehmen und das Risiko somit noch weiter streuen. Hier habe ich derzeit Peerberry in Aussicht. Diese Plattform wird von mir parallel mit geringem Einsatz getestet. Sollte ich Peerberry nach rund einem Jahr für gut befinden, werde ich die erwirtschafteten Erträge der anderen drei irgendwann dorthin umschichten und mein Investment noch weiter diversifizieren.

 

3.2 Risiko: Kreditausfallrisiko

Gegenmaßnahmen: Diversifzierung über verschiedene Kredite, Sondertilgungsption

Die Kreditnehmer könnten zahlungsunfähig werden. Das würde dazu führen, dass viele Kredite ausfallen und meine Rendite absenken. Mintos verfügt zwar über eine Rückkaufgarantie, die ist aber nur so lange verlässlich, wie es dem Unternehmen selbst bzw. dem jeweiligen Darlehensanbahner gut geht. Je mehr Kreditnehmer ihre Kredite nicht mehr bedienen, umso mehr Kreditgeber werden ihre Mittel von der Plattform abziehen. Das würde irgendwann dazu führen, dass die Plattformen selbst in Schieflage geraten könnten. Damit wären wir wieder beim Plattformrisiko.

Auch habe ich die Möglichkeit mein Geld in viele verschiedene Länder und Kreditarten zu verteilen. Ansonsten ist dieses Risiko vor allem von der jeweiligen wirtschaftlichen Lage abhängig und ich habe wenig Einflussmöglichkeiten. Sollte sich so ein Szenario abzeichnen, würde ich die Beendigung des Projektes und den Abzug meiner Investitionen prüfen. Ich hoffe, dass mir das dann auch rechtzeitig gelingt. Falls ja, würde ich meine Sondertilgungsoption ziehen.

 

3.3 Risiko: meine monatliche Kreditrate

Gegenmaßnahme: Sondertilgungsoption, bewusste Wahl der Laufzeit, bewusste Wahl der Darlehenssumme

Meine persönliche Lebenssituation kann sich in den kommenden Jahren so verändern, dass ich die monatlichen 265,31 Euro anderweitig benötige oder nicht mehr bereit sein werde, das Geld für ein Investment aufzubringen. Deswegen habe ich den etwas teureren Kredit der Bank of Scotland gewählt, da ich dort das Darlehen jederzeit kostenlos zurückzahlen kann.

Die Laufzeit über sieben Jahre begründet sich in dem Bedürfnis der zeitlichen Überschaubarkeit meiner persönlichen Lebensplanung. 

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gibt es natürlich auch hier keine Garantie für eine risikolose Rendite. Ich denke, dass ich mir umfassende Gedanken über die verschiedenen Risiken gemacht habe und bestimmte Szenarien auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und ihre möglichen Konsequenzen geprüft habe. Sollte ich mit meinem Projekt Geld verlieren, würde ich mich sehr darüber ärgern. Aber es würde mich nicht ruinieren.

Die Darlehenssumme von 20.000 Euro ist so gewählt, dass sie im Fall der Fälle durch mein Aktiendepot abgesichert ist. 

Meine persönliche absolute Obergrenze für den Fremdkapitalanteil in meinem Depot liegt bei 40 %. Diesen Wert werde ich allerdings nur dann ausschöpfen wollen, wenn die Aktienmärkte dieser Welt völlig am Boden liegen. Damit meine ich keinen 10 – 20-prozentigen Rückgang der Aktienkurse im Rahmen einer Korrektur, sondern eine ausgewachsene Krise, wie z.B. die Finanzkrise 2008 sollte es schon sein. Mit der o.a. Darlehenssumme liegen wir noch deutlich unter dieser Obergrenze und ich wäre in einem solchen Fall noch handlungsfähig und könnte Aktien kaufen, die sonst niemand haben möchte.

Meine liquide Reserve auf dem Tagesgeldkonto ist bei dem Projekt außen vor, denn ich vermische Geld für unvorsehbare Notfälle niemals mit Investitionskapital. Geht meine Waschmaschine, mein Auto oder etwas anderes kaputt, ist dieses Projekt davon nicht betroffen.

Zu den Chancen und Risiken ist ebenfalls heute ein sehr reflektierter Podcast veröffentlicht worden. In „Der Finanzwesir rockt – Folge 79“ interviewen Albert Warnecke und Daniel Korth den „Crash-Test-Dummie“ Lars Wrobbel über seine Insights. Hier wird das Thema mit der nötigen kritischen Distanz beleuchtet.

 

4.Start des Projektes:

Der Startschuss für mein Projekt fiel auf den 01.09.2019.

Die 20.000 Euro wurden innerhalb von 30 Tagen nach und nach auf die drei Plattformen Mintos, Estateguru und Bondora verteilt. Bei Mintos wurde das Geld wenige Sekunden nach Aktivierung des Auto-Invest auf die verschiedenen Kredite verteilt. Bei Bondora dauerte die Investition je 1000 Euro ca. 3-4 Tage und bei Estateguru ging sogar eine ganze Woche ins Land. 

Ich bin sehr gespannt, wie sich die ersten Monate entwickeln. Bei 10 % jährlichem Zinsertrag erwarte ich vor Steuern und Kosten im ersten Jahr 2000 Euro. Durchschnittlich sollten also 167 Euro pro Monat an mich zurückfließen. Meine Kreditkosten für das erste Jahr belaufen sich auf 581 Euro. Das Ziel wären demnach  ein anfänglicher Cashflow von 1419 Euro im ersten Jahr.

Ich möchte euch nicht empfehlen, es mir gleich zu tun, indem ihr euch Geld leiht und dieses Geld in hochriskante Anlageklassen investiert. Für mich persönlich ist es zum jetzigen Zeitpunkt eine sinnvolle Möglichkeit um meinen Vermögensaufbau zu beschleunigen. Ich habe bereits einige Jahre Erfahrung mit eigenständigem Vermögensaufbau gemacht und weiß was ich tue. Ich bin mir im Klaren darüber, dass ich mit meinem Projekt Geld verlieren kann und würde das auch verkraften. Eure Situation kann eine ganz andere sein. Falls ihr es trotzdem nicht lassen könnt, findet ihr hier die entsprechenden Links für die P2P-Plattformen, in die ich selbst investiere. Es muss ja nicht gleich per Kredit sein.

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12.02% durchschnittliche Rendite (Stand: 28.10.19)

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Den Verlauf meines  Projektes werde ich mit Hilfe der nachfolgenden Tabelle begleiten. Diese wird von mir stets aktualisiert und dauerhaft auf der Startseite meiner Website zur Verfügung gestellt.

2020

Monat:
Ertrag Mintos:
Ertrag Estateguru:
Ertrag Bondora:
Cashflow :
Zinskosten:
Summe Ertrag::
2019
236,71 €
122,82 €
200,35 €
559,89 €
102,30 €
457,59 €
Jan
68,78 €
56,56 €
66,32 €
191,66 €
50,33 €
141,33 €
Gesamt
305,49 €
179,38 €
266,67 €
751,54 €
152,63 €
598,91 €

Stand: 01.02.2020

2019

Monat:
Ertrag Mintos:
Ertrag Estateguru:
Ertrag Bondora:
Cashflow :
Zinskosten:
Summe Ertrag::
Sep
35,01 €
16,09 €
9,09 €
60,19 €
0 €
60,19 €
Okt
64,18 €
25,53 €
57,73 €
147,44 €
0 €
147,44 €
Nov
66,59 €
25,85 €
70,18 €
162,62 €
51,42 €
111,20 €
Dez
70,93 €
55,36 €
63,35 €
189,64 €
50,88 €
138,76 €
Gesamt
236,71 €
122,82 €
200,35 €
559,89 €
102,30 €
457,59 €

Was meint ihr? Habe ich für meinen Investmentcase alles bedacht? Wie seht ihr das Chance-/Risikoprofil meines Projektes? Habt ihr schon einmal einen Fremdkapitalhebel verwendet? Ich freue mich auf euren Kommentar!

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Wichtiger Hinweis zu § 85 WpHG – Haftungsausschluss

Die hier vorgestellten und besprochenen Geldanlagen befinden sich teilweise in meinen privaten Depots oder auf der Beobachtungsliste. Alle Beiträge dienen lediglich der Information oder der Unterhaltung. Sie stellen ausdrücklich keinerlei Empfehlung oder Kaufaufforderung dar. Ich leiste keine rechtsgeschäftliche Anlageberatung und kann diese auch nicht ersetzen. Dies gilt für sämtliche Kommunikationswege. Bei den hier erläuterten Anlageentscheidungen handelt es sich um meine subjektive Meinung. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Geldanlagen immer mit Risiken behaftet sind, die bis zum Totalverlust führen können. Eine Haftung für eure Anlagenentscheidungen kann ich nicht übernehmen. Ihr handelt eigenverantwortlich und auf eigene Gefahr. Vor einer Anlageentscheidung empfehle ich euch die Inanspruchnahme einer professionellen Beratung.

38 Comments

  1. Paul

    achso, könntest du in der Tabelle noch eine Spalte mit kumulierten Werten ergänzen? dann würde man sehen, ob/wann du „ins Minus“ rutschtst für eine gewisse Zeit und also eigentlich nochmal Kapitalkosten aufbringen müsstest

    1. Marco

      Lieber Paul,

      entschuldige die verspätete Antwort. Normalerweise versuche ich eure Kommentare immer noch am selben Tag zu beantworten, aber du hast mich leider in der Blog-Pause erwischt. Bettervest kenne ich noch gar nicht, schau ich mir aber gerne mal in Ruhe an. Einer deutschen Plattform stehe ich aber erstmal nicht so ganz vorurteilsfrei gegenüber…

      Deinen Wunsch nach einer zusätzlichen Spalte habe ich nicht ganz verstanden. Was meinst du damit? Wenn ich negative Erträge „erwirtschafte“ würdest du das doch anhand meiner Tabelle erkennen können oder nicht?

      Viele Grüße
      Marco

  2. Paul

    hey, coole Idee, hab ich mich bislang auch noch nicht rangtraut und jetzt steht eher ein neues (anderes) Auto an..

    Wie stehst du zu bettervest? Dort hättest du auch entsprechende Kredite vergeben können, allerdings i.d.R. unter 10%
    thx

  3. affe70

    Hallo Marco,
    Glückwunsch für den ausgezeichneten Start. 320 Euro Gewinn in der Anfangsphase, in der die Zinslast noch am höchsten ist, sind ein guter Start und solten Dich zuversichtlich in die Zukunft schauen lassen.

    Ich werde in diesen Tagen mein eigenes cash-flow-Prokekt starten, es geht um 40.000 Euro, die ich für 10 Jahre gekiehen habe. An Deine Rendite werde ich nicht herankommen, da ich weniger im P2P-Bereich investieren werde sondern mehr im Wertpapierbereich.

    Meine Frage an Dich: legst Du monatlich Geld für die anstehende Steuer zur Seite oder wie machst Du das?

    Gruß,
    affe70

    1. Marco

      Lieber Affe70,

      ich bekomme in jedem Jahr eine Rückzahlung vom Finanzamt, die durch die Kapitalerträge verringert wird. Sollte das irgendwann nicht mehr der Fall sein, würde ich die fällige Steuer aus meinem Cashbestand begleichen. 40.000 Euro sind eine stolze Summe. Welche Argumente sprechen denn aus deiner Sicht dafür, dass der jetzige Zeitpunkt für einen Fremdkapitaleinsatz in Wertpapiere der perfekte Zeitpunkt sein könnte? Ich drück dir die Daumen und würde mich freuen, wenn du dich mal meldest, wie es so läuft.

      VG
      Marco

      1. affe70

        Hallo Marco,
        in den Genuss einer Rückzahlung vom Finanzamt komme ich leider nicht mehr, seit ich Kunde bei Lynx und Captrader bin.
        Was den Zeitpunkt betrifft: tja, vermutlich wissen wir beiden, dass heute nicht der perfekte Zeitpunkt ist. Letzte Woche auch nicht. Im Vormonat auch nicht. Ich spiele seit einer gefühlten Ewigkeit an meinen excel-Tabellen rum und warte auf den idealen Zeitpunkt.
        Will sagen: der perfekte Zeitpunkt kommt nie. Ich habe einen Horizont von 10 Jahren und werde mich zunächst hinter defensiven Sammelanlagen (CEFs) und preferred shares (Einzelwerte und Sammelanlagen) verstecken. Einzelwerte werden nur in geringem Anteil eingestreut, das Projekt bekommt ja erst dadurch eine persönliche Note.
        Ein kleiner Anteil von 5% wird bei estateguru investiert. Im Laufe der Jahre werde ich dann die Sammelanlagen zugunsten von Einzelwerten zurückfahren. Wenn der perfekte Zeitpunkt kommt.

        Ich werde mich mit einem Link melden, wenn der Blog zum Projekt steht.

        Die Erträge werde ich übrigens nicht entnehmen, die monatlichen Raten (Zins und Tilgung) betrachte ich als Sparrate eines prepaid-Sparplans.
        Gruß,
        affe70

      2. Marco

        Ich meinte meine gesamte Steuererklärung und nicht nur den Bereich Kapitalerträge. Auf deinen Blog freue ich mich jetzt schon. Weißt du schon wann es soweit sein wird?

        Viele Grüße
        Marco

      3. affe70

        Hallo Marco,
        das mit den Steuern habe ich schon richtig verstanden.
        Mit der Auszahlung des Kredits ist der Startschuss gefallen, das Geld musste angelegt werden und wurde angelegt.
        Gegen Ende des Monats werde ich die Positionen zusammenstellen und veröffentlichen, am 01.01.2020 steht dann mein erster Kassensturz an. Ich kann mir nur wünschen, dass es ähnlich gut läuft wie bei Dir.
        Gruß,
        affe70

      4. affe70

        Hallo Marco,
        nachdem der Kredit ausgezahlt wurde, musste ich es zügig anlegen, da die Zins-Uhr zu ticken begonnen hat. Wie gesagt: geplant ist eine Dividenden-Strategie mit regelmäßigem Einkommen. Der Zeitpunkt für den Einstieg: schwierig. Daher verstecke ich mich zunächst hinter Sammelanlagen und wage mich nur langsam aus der Deckung.
        Die letzten 2 Monate habe ich gebannt Deine Statistik verfolgt und ich werde mit Interesse weiter beobachten, wie es bei Dir läuft. Was das Crowdfunding im Bereich Immobilienfinanzierung betrifft, hat es ja bei exporo eine Wolke am Himmel gegeben. Wir werden sehen, wie sich Dein Risiko weiter entwickelt.
        In meinen Rechnungen dient mir Dein Projekt als Referenz, es gibt nicht viele Blogs, in denen jemand ein derartiges Projekt beschreibt. Anfang Januar poste ich mein erstes Ergebnis, dann sehen wir erstmals, wo ich stehe.
        Ich wünsche Dir und Deinen Lesern eine angenehme Weihnachtszeit,
        alles Gute für 2020,
        affe70

  4. Nils

    Hey Marco,
    spannend 🙂 Finde es super nachvollziehbar, wie du dein Projekt aufsetzt und durchplanst. Ich persönlich nutze auch einen (kleinen) FK-Hebel zur Investition in Dividendentitel. Ich habe 12k€ zu 0,6% über 4 Jahre aufgenommen und habe das Geld in 6 Divi-Titel verteilt. Bisher läuft es echt super und ich bin mir auch total bewusst, welche Risiken ich habe. P2P-Kredite schrecken mich persönlich eher ab, was aber daran liegt, dass ich mich mit diesem Feld noch gar nicht beschäftigt habe.

    Bin gespannt, wie das Projekt weiter verläuft!
    VG aus Düsseldorf!
    Nils

    1. Marco

      Hi Nils,
      schön von dir zu hören. Das klingt auch spannend! Wie lange läuft deine Investition denn schon? Mich würde interessieren, ob du die Dividenden reinvestierst oder zur Tilgung verwendest?

      Viele Grüße
      Marco

      1. Nils

        Hi Marco,
        seit Februar 2019 läuft mein „Projekt“. Im Grunde habe ich geplante Investitionen in Dividendentitel „vorgezogen“ und konnte sie mithilfe des Kredits sofort realisieren. Somit sehe ich die monatlichen Raten im Grunde wie einen „Wertpapiersparplan“ an, Primäres Ziel war den Steuerfreibetrag komplett mit Dividenden auszuschöpfen , da mein Portfolio bisher stark auf Wachstumstitel ausgerichtet war.
        Dividendenerträge kommen direkt auf mein Verrechnungskonto, auf das ich monatlich einen fixen Betrag investiere. Somit erreiche ich hier mein „Limit“ für neue Wertpapierkäufe schneller. Auf meiner Watchlist stehen aktuell besonders Johnson & Johnson und Sixt hoch im Kurs… Mal sehen wann ich hier einsteige…
        VG
        Nils

      2. Marco

        Das nenn ich mal steueroptimiert und wahrscheinlich hast du auch noch einen echt guten Zeitpunkt dafür erwischt. Das erste Jahr ist dazu schon fast rum. Wenn es irgendwann wieder deutlich nach unten geht, dann bist du vermutlich (wieder) handlungsfähig. Hört sich gut an!

      3. affe70

        Hallo Nils,
        klingt nach einem ähnlichen Konzept wie bei mir: so eine Art prepaid-Sparplan. Was mich (und so manchen anderen hier vermutlich auch) interessiert, ist die Auswahl der Dividendentitel. Bei einem Zinssatz von 0.7% hast Du vermutlich eine breite Auswahl. Alles mit einer Dividendenrendite über 0.7% spült Dir Geld in die Kasse. Und mit Februar 2019 war Dein Starttermin in der Tat gut gewählt.
        Ich drücke Dir die Daumen, dass es so weitergeht.
        Gruß,
        affe70

      4. Nils

        Folgende 7 Titel (nicht 6 – sorry) habe ich vom 20. Februar bis 26. März gekauft:
        Airbus
        Aurelius
        E.ON
        IVU Traffic (hier lohnt es sich mal einzulesen!)
        Lufthansa
        TUI
        Vodafone
        Ich habe jeweils +/- 2k investiert (2k habe ich noch aus „Eigenkapital“ hinzugenommen). Ich weiß, dass ich – ohne es wirklich zu beabsichtigen – den Touristik / Mobility Sektor übergewichtet habe, aber aus meiner damaligen Sicht waren einige „Schnäppchen“ dabei. Mit TUI, IVU und Airbus (leider war ich hier etwas spät) bin ich extrem zufrieden. Zu E.ON, Aurelius und Vodafone stehe ich bisher recht „neutral“ aber lasse sie auf jeden Fall laufen. Bei Lufthansa bin ich zum falschen Zeitpunkt eingestiegen – trotzdem bin ich vom Unternehmen, und langfristig auch von meinem Investment, nach wie vor überzeugt.
        Habt ihr noch irgendwelche Divi-Titel derzeit auf der Watchlist?
        VG!
        Nils

      5. Marco

        Ich habe derzeit 21 Unternehmen auf der Watchlist. Darunter 17 Dividenden Titel, aber alle deutlich von einem attraktiven Preis entfernt. Alles Blue Chips und damit auch kein Geheim-Tipp dabei. Vielleicht kommt im nächsten Jahr mal eine Situation, wo ich mal Anteile abgeben kann.

        VG
        Marco

    2. Doro

      Hallo Nils, dein Projekt klingt cool! Bei welcher Bank hast du den Wertpapierkredit aufgenommen? Deine Titelauswahl ist sehr europalastig, da würden wahrscheinlich ein paar US-Werte oder auch Kanadier und Australier gut dazu passen 😉 Viele Grüße, Doro

  5. tbee (p2p-game.com)

    Moin
    Mutig vor allem auch Bondora ich hatte da kein Glückliches Händchen bei meiner Anlage dort trotz das ich dachte alles richtig gemacht zu haben – vor allem dauert es lkocker 3 Jahre bis man 90% abgezogen hat. Mintos macht aktuell auch gerade keinen Spaß mit den Kreditzinsen die unter 12% gerutscht sind. Bin echt gespannt wie sich das für dich entwickelt – aber so wie ich das lese kämst du ja auch mit einem blauen Auge wieder aus der Sache raus 😉
    Kennst du meine P2P Umfrage? Fände es cool, wenn du mitmachen würdest und den Anteil der Teilnehmer die P2P hebeln anheben würdest – bislang sind 300 dabei:
    http://p2p-game.com/bitte-mitmachen-%e2%98%92-die-p2p-plattform-investorenumfrage-2019-20
    Auch wenn du dich sicher gut mit den Risiken beschäftigt hast mag ich doch noch mal meinen Artikel zu besagten allen die mit dem Gedanken spielen nahe legen – es werden nicht nur fette Jahre kommen und dann schlagen die hier voll rein: http://p2p-game.com/grundlagen-eine-ganze-menge-an-risiken-die-man-sich-mit-p2p-in-sein-portfolio-holt-%f0%9f%a6%88 Im kommenden P2P Cafe das ich mit Lars mache haben wir übrigens auch über Alternativen mit ähnlichem Cashflow zu P2P gesprochen am 6.12. gibts den zu Nikolaus ….
    Drück dir die Daumen!

    1. Marco

      Hallo tbee,
      nach vielen kritischen Anmerkungen u.a. vom Finanzrocker und jetzt auch von dir, bin ich von Bondora extrem positiv überrascht. Die Rendite ist ordentlich und bislang halten sich die Tilgungsausfälle sehr in Grenzen. Vielleicht liegt das an meiner Konfiguration, wonach ich nur die besseren Bonitäten mit hineingenommen habe. Muss das mal weiter im Auge behalten. Evtl schichte ich die ersten 1000 Euro Zinsen in ein paar Monaten auf das Bondora-Konto um. Vielen Dank für deinen Link zu den P2P-Risiken, denn das ist sicher eine gute Ergänzung zu meinem Beitrag. Und auf die Alternativen zu P2P-Investments freue ich mich auch schon.

      Viele Grüße
      Marco

  6. Whirlwind

    Hallo Marco,

    spannendes Projekt. Wenn auch ganz schön riskant. Und 20 k€ nimmt man wahrscheinlich nicht gerade aus der Portokasse. Andererseits… Von nichts kommt nichts und du scheinst dir zumindest einige Gedanke gemacht zu haben. Werde das Projekt auf jeden Fall gern weiterverfolgen.

    Viele Grüße,
    Whirlwind.

    1. Marco

      Guten Morgen,

      ich hätte es jetzt als „vertretbar“ riskant bezeichnet. Welche Risiken sind für dich denn besonders ausschlaggebend? Was macht deine PV-Challenge?
      ?

      Viele Grüße
      Marco

  7. Daniel

    Hi Marco,
    ich wusste bereits aus unserem kurzen Email-Austausch, dass du dich eine Weile mit dem Thema Fremdkapitaleinsatz beschäftigst, und dies auch umsetzen wirst.
    Ich hätte bei dir eher die Investition in solide Dividendenunternehmen erwartet. 2,5% bis 5% D.-Rendite + Kurssteigerungen usw… Allerdings, wie bereits von dir erwähnt, ist das derzeit die falsche Marktphase. Auf diesen Investmentcase, den du anscheinend auch schon planst, bin ich sehr gespannt. Ich habe das auch vor.
    Aus deinem Artikel und den ersten Kommentaren wird jedoch der P2P-Ansatz sehr nachvollziehbar. Bin seit Anfang 2017 bei Mintos und Bondora (9-12% Rendite). Sehe das Risiko derzeit begrenzt. Sollte es bei den Plattformen rütteln, aufgrund der ersten wirtschaftlich bedingten Ausfälle (die ich sehr bald erwarte), wird die Rendite sinken. Aber ein Gesamtverlust ist dann immer noch weit entfernt.

    Viel Erfolg wünsche ich. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

    1. Marco

      Hallo Daniel,

      schön wieder von dir zu hören. Die soliden Dividendenunternehmen werden auch weiterhin den größten Teil meiner Aufmerksamkeit erhalten. Ob mein Rahmenkredit in nächster Zeit zum Einsatz kommen wird, bezweifel ich stark. Aber das ist auch gar nicht schlimm. Wenn ich ehrlich bin, kommt mir das entgegen, denn ich würde mir gerne erst einmal den Verlauf des Cashflow-Projektes ansehen, bevor ich den Fremdkapitaleinsatz erhöhe. Ich werde also geduldig auf die richtige Situation warten.

      Wenn du schon eine Weile in P2P-Kredite investierst, ist der Weg zu einer negativen Rendite tatsächlich ein bisschen weiter als für jemanden der gerade erst einsteigt. Durch den Kredit benötige ich aber mehr als eine knapp positive Rendite, damit das Projekt ein Erfolg wird. Wenn nach Steuern am Ende nur 2-3 Prozent übrig bleiben würden, dann hätte es da auch risikoärmere Wege gegeben um das zu erreichen. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg.

      Viele Grüße
      Marco

  8. LarsE

    Noch ein Punkt, den es zu Beginn zu bedenken gilt: Bei jeder Kreditaufnahme wird eine Meldung darüber an die Schufa durchgeführt (tatsächlich sogar schon, wenn du nur einen Kredit anfragst). Beides kann von zukünftigen Kreditgebern sowohl positiv, aber auch negativ interpretiert werden.

    1. Marco

      Stimmt. Diesen Punkt sollte man tatsächlich bedenken. Allerdings muss man hier zwischen einer Konditionenanfrage und einer Kreditanfrage unterscheiden. Bei Check24 läuft es so, dass, wenn du den Vergleichsrechner bemühst, der SCHUFA ausschließlich das neutrale Merkmal „Konditionsanfrage“ übermittelt wird. Dieses Merkmal wird ein Jahr lang in deiner SCHUFA-Akte gespeichert. Es hat in der Regel keine negative Auswirkung auf deine Bonität. Andere Banken und Sparkassen, die ebenfalls deine SCHUFA-Akte anfragen, sehen dieses Merkmal während des gesamten Zeitraumes nicht.

      Erst wenn du deinen Kreditantrag einreichst, wird eine Kreditanfrage an die SCHUFA übermittelt. Auch diese Information wird für ein Jahr in deiner Akte gespeichert. Andere Banken, können dieses Merkmal dann zehn Tage lang in deiner Akte einsehen. Für den Fall, dass du bei mehreren Banken eine Darlehensanfrage stellst, die alle das Merkmal „Kreditanfrage“ an die SCHUFA melden, würden viele dieser Einträge zu einer schlechteren Kreditwürdigkeit führen. Die schlechtere Bonität führt in der Folge möglicherweise auch zu einer Ablehnung deines Darlehensantrages.

      Durch die schufaneutralen Konditionsanfragen bei Check24 oder auch Smava ist es daher kein Problem, auch die unterschiedlichen Konditionen mehrerer Banken anzufragen und miteinander zu vergleichen. Das ist allerdings nicht bei jedem Vergleichsportal bzw. bei jeder Bank so.

      Wenn du einen Kredit in Anspruch nimmst, kommst du eh nicht um den SCHUFA-Eintrag herum.

  9. IMHAMSTERRAD

    Echt Mutig. Wenn eine Krise kommen sollte, werden die Kreditausfälle explodieren und du wirst wahrscheinlich Probleme bekommen. Solange die Wirtschaft läuft, wirds gut gehen. Viel Erfolg.

    1. Marco

      Vielen Dank! Wenn es zu einer Krise kommt, kommt es aber nicht nur bei meiner Vorgehensweise zu Problemen, sondern z. B. auch für viele andere Investments. Die Fragen sind: Wird es während der geplanten Laufzeit zu übermäßigen Ausfällen auf Grund einer Krise kommen oder erst später und werden die Probleme so groß, dass es zu einer negativen Gesamtrendite kommen wird?

      1. Beckersbursche

        Auch mein erster Gedanke galt den Zahlungsausfällen im Krisenfall, mittlerweile beschäftigt mich aber mehr die Frage, ob P2P-Kredite nicht grundsätzlich die Zukunft sind, wenn die Bankenpleite einsetzt. Gibt es eine Möglichkeit, in die P2P-Kredit-Branche als solche zu investieren?

      2. Marco

        Meines Wissens nach gibt es von Mintos und Bondora zwar Aktien, die allerdings nicht börsennotiert sind. Mir ist jedenfalls keine Möglichkeit bekannt, wie man in die gesamte Branche investieren könnte. Bei der Anlageklasse Aktien bin ich zu 100 % davon überzeugt, dass das eine gute und zukunftsfähige Sache ist. Bei P2P-Krediten muss der nachhaltige Beweis erst noch erbracht werden. Die ersten dreieinhalb Jahre lief es für mich persönlich sehr gut in diesem Bereich, so dass ich nun den nächsten Schritt gewagt habe.

        Sollte irgendwann einmal eine Situation entstehen, wo Banken sich durch P2P-Kredite bedroht fühlen, wird man das Feld nicht kampflos räumen. Dann wird solange irgendwas zusammenreguliert bis am Ende alle was vom Kuchen abbekommen haben und dem Privatanleger am Ende das kleinste Stückchen bleibt.

  10. Felix

    Habe auch Fremdkapital zum investieren genommen.
    Bin aber in Kryptowährungen investiert, wo ich eine monatliche Ausschüttung von ca. 4% habe.
    Den Kredit kann ich sozusagen in 1 1/2 Jahren vollständig abzählen.

    Solange man die monatliche Rate aus eigenen Mitteln zahlen kann, falls alles gegen die Wand fährt, hat man keine Probleme.

    1. Marco

      Hey Felix,

      da ich mich mit Kryptowährungen nicht so gut auskenne, empfinde ich eine Investition dort via Fremdkapital als noch viel mutiger. Mir ist es sehr wichtig, dass ich die Rate aus Mitteln zahlen kann, die zusätzlich zum monatlichen Investitionskapital zur Verfügung gestellt werden können. Keine Probleme würde ich trotzdem nicht sagen. Man sollte trotzdem wachsam und nicht sorglos sein.

      Viele Grüße
      Marco

    2. Johannes Götzen

      Wo bekommst du denn 4% Monatlich? Wie heißt die Website? Das wirkt zunächst sehr scammig… Möglich, aber sehr unwahrscheinlich.

  11. Alex

    Das Problem ist, dass du zumindest bei P2P die Fremdkapitalkosten nicht steuermindernd ansetzten kannst. Du musst also die Zinseinnahmen voll versteuern. Je nach persönlichen Steuersatz, kann das den Businesscase richtig durchwirbeln.

    1. Marco

      Hallo Alex,

      du hast Recht, das kann ich nicht. Geht aber bei den meisten Investitionen nicht. Immobilien zur Kapitalanlage fallen mir da spontan als Ausnahme ein. Bei meinem Investmentcase und dem damit verbundenen Ziel sind die Steuerabzüge bereits berücksichtigt.

      Grüße
      Marco

  12. Steven

    Wow. Also die Idee hatte ich auch schon oft. Aber ich habe es mich nicht getraut.
    Ich bin gespannt wie das ganze sich entwickelt.
    Hast du auch eine genaue vorkalkulation gemacht in welchen steps du ggf. Geld abziehst und die Sonder Tilgung nutzt?

    Gruß Steven

    1. Marco

      Hi Steven,

      ich bin ja selbst extrem gespannt. Und dass du dich das nicht traust, finde ich völlig legitim und vorallem vernünftig. Ich habe mir vorher auch sehr lange Gedanken darüber gemacht und darüber mit einigen Menschen gesprochen, die sich ebenfalls ein bisschen auskennen und/oder den ich vertraue. Ich habe einen Plan über meine Renditeerwartung und einen Tilgungsplan. Die Sondertilgungsoption ist nur als „Emergency-Exit“ gedacht und soll nach Möglichkeit nicht gezogen werden. Das Geld soll die vollen sieben Jahre arbeiten. Wenn es auf das Ende der Laufzeit zugeht und ich das Projekt bis dahin noch nicht beendet habe, mache ich mir Gedanken, wie ich im Anschluss weiter verfahren möchte.

      Beste Grüße
      Marco

  13. ray

    Die Kreditnehmer könnten zahlungsfähig werden. 😉 Netter Tippfehler ist aber auch meine große Angst

    1. Marco

      Haha! War natürlich nur ein Test 🙂 Nee quatsch, habe ich schon behoben. Danke für deinen Hinweis, Ray!

      Viele Grüße
      Marco

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