Der Aufbau einer Vermögensstruktur

Aufbau einer Vermögensstruktur
© PantherMedia / Violka08

In neutralen Marktphasen gibt es für mich hinsichtlich einzelner Aktien nicht so viel zu tun. So kann ich mich auf andere Dinge konzentrieren und habe daher die Gelegenheit genutzt und meine Vermögensstruktur überprüft und aktualisiert. Die dazugehörige Artikelserie habe ich ebenfalls grundlegend überarbeitet und werde sie euch hier in den kommenden Wochen zur Verfügung stellen.

Wozu brauche ich überhaupt eine Vermögensstruktur?

In den ersten Artikelserien nach dem Launch meines Blogs im Jahr 2016 habe ich euch ein Finanzsetup vorgestellt, welches durch den richtigen Umgang mit Versicherungen und Krediten abgesichert werden kann. Ohne eine Strategie zu diesen Themenbereichen macht das Investieren in Anlageprodukte für mich keinen Sinn. Zuvor sollte unsere finanzielle Existenz abgesichert sein. Erst dann sollte man beginnen, sein Geld sinnvoll anzulegen.

Es bringt wenig, Geld an  Kapitalmärkten zu investieren und gleichzeitig noch Konsumschulden zu tilgen. Genauso ineffektiv ist es, wenn wir durch plötzliche Unglücksfälle, Geldmittel aus Investitionen ungewollt abziehen müssen.

Ich hoffe, dass ich euch in den damaligen Beiträgen ein paar hilfreiche Tipps zum grundsätzlichen Umgang mit Geld und zum Aufbau einer Strategie zur Absicherung geben konnte.

Bevor wir uns über konkrete Wertpapiere und andere Investitionen Gedanken machen können, sind zusätzlich einige grundsätzliche Entscheidungen zum Aufbau einer Strategie notwendig. Daher geht es in den kommenden Artikeln um die Strukturierung eines Vermögens.

Auch hier gilt, dass ihr grundsätzlich eure eigenen Überlegungen anstellen solltet. Informiert euch über die Dinge, die euch weiterhelfen könnten und für ihr euch interessiert. Meine Vorgehensweise ist nur eine von vielen, eine mit der ICH gute Erfahrungen gemacht habe und von der ICH überzeugt bin. Es gibt definitiv viele weitere gute und sinnvolle Wege, um bei der Geldanlage erfolgreich zu sein. Meine Strategie passt zu mir, meinen Zielen und meiner persönlichen Situation. Das kann bei euch ganz anders aussehen.

Hier also noch einmal die ersten Schritte, die ihr meiner Meinung nach unternehmen solltet, wenn ihr euch selbstständig um euer Geld kümmern möchtet:

Der Weg zum eigenständigen

  1. Basics zum Umgang mit Geld aneignen

  2. Schulden tilgen

  3. Finanz-Setup und existenzbedrohende Risiken absichern

  4. Für aktives oder passives Investieren entscheiden

  5. Aufbau einer Vermögensstruktur 

Wenn ihr eure Finanzen nicht weiter in fremde Hände geben möchtet und mit dem eigenständigen Vermögensaufbau starten wollt, solltet ihr euch an dieser Stelle Gedanken darüber machen, ob ein aktives oder passives Vermögensmanagement besser zu euch passt. Es macht Sinn, sich vorher mit der Frage zu beschäftigen. Eine nachträgliche Änderung dieser Entscheidung ist möglich, kostet aber oft unnötig Geld. Schließlich müsste das Depot dann wieder umgebaut werden. Manche Privatanleger kombinieren auch beide Anlageformen.

Die Mutter aller Fragen: Aktiv oder passiv?

Ich sehe mich als aktiven Investor. Daher ist mein Blog auch auf diese Investitionsform ausgerichtet. Trotzdem umfasst meine Strategie auch einige passive Elemente. Das passive Investieren wird in den kommenden Artikeln nur kurz angerissen. Es hat viele Vorteile und ist für den überwiegenden Teil von uns Privatanlegern, die vermutlich sinnvollste Lösung um Geld anzulegen. 

Was ist aktives Investment?

Einfach ausgedrückt, ist ein aktiver Investor jemand, der versucht, anhand eigener Gedanken und Entscheidungen eine positive Rendite an den Finanzmärkten zu erzielen. So gehen weltweit Millionen Privatanleger und tausende Fondsmanager vor. Sie bemühen sich, anhand der ihnen zur Verfügung stehenden Informationen, die attraktivsten Geldanlagen auszuwählen (Stock Picking). Dabei versucht man, möglichst den günstigsten Zeitpunkt für Ein- oder Ausstieg zu erwischen (Market Timing). Hierbei ist es das Ziel, ein besseres Ergebnis zu erzielen als der jeweilige Gesamtmarkt (Überrendite). Fondsmanager legen deshalb einen Vergleichsindex fest, den sie schlagen möchten, um ihr Ergebnis messbar zu machen (Benchmark).

Was ist passives Investment?

Beim passiven Investieren wird darauf verzichtet, einzelne Wertpapiere selbst auszuwählen. Es werden keine Kurse prognostiziert und es wird auch nicht versucht, die richtigen Zeitpunkte zum Kauf oder Verkauf zu treffen. Stattdessen investiert man kontinuierlich in bestimmte Anlageklassen und versucht bei möglichst geringen Kosten eine Durchschnittsrendite zu erwirtschaften. Man verzichtet also auf die Möglichkeit einer Überrendite, erspart sich dafür jedoch den zeitlichen Aufwand.

Anhänger von passiven Strategien gehen davon aus, dass nur wenige Investoren in der Lage sind, dauerhaft eine Überrendite zu erzielen. Schließlich bildet die Gesamtheit aller Marktteilnehmer den Durchschnitt. Vereinzelt gibt es natürlich immer wieder Investoren, denen dies zeitweise gelingt. Da es sich aber nicht jedes Jahr um dieselben Anleger handelt, kann man sich den Aufwand sparen.

Warum trotzdem aktive Geldanlage?

Zu Beginn war es nicht mein Ziel, einen Vergleichsindex zu schlagen. Ich war mir bewusst, dass sich weltweit haufenweise Analysten, Fondsmanager, Berater, Ökonomen und andere Experten permanent damit beschäftigen, die besten Anlagemöglichkeiten zu finden und diese zu nutzen.

Als einfacher Privatanleger ohne Ausbildung in diesem Bereich und ohne berufliche Berührungspunkte mit der Finanzbranche wollte ich mir nicht einbilden, schlauer zu sein als die Experten.

Mein Bestreben war es vielmehr, ein besseres Ergebnis zu erzielen, als ich es mit klassischen Anlageprodukten wie Sparbuch oder Tagesgeld schaffen konnte. 

Mit zunehmender Erfahrung habe ich im Laufe der Jahre das Selbstbewusstsein entwickelt, dauerhaft möglichst alle Vergleichsindizes schlagen zu wollen. Das gelingt mir auch immer besser, nur am S&P 500 beiße ich mir stets die Zähne aus.

Meine 3 wichtigsten Gründe, warum ich mich für aktives Investieren entschieden habe, habe ich in einem eigenen Artikel schon zu einem früheren Zeitpunkt erläutert.

Wie sich mein Depot im Vergleich zu DAX, EURO STOXX, DOW JONES, MSCI World und S&P 500 entwickelt, könnt ihr auf der Unterseite Performance verfolgen. 

Um eine kluge Investmentauswahl treffen zu können, habe ich meine Vermögensanlage strukturiert und visualisiert. Dies hilft mir, mich antizyklisch zu verhalten und gezielt zu diversifizieren

Im nächsten Beitrag stelle ich euch vor, wie ich mein Vermögen strukturiert habe.

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3 Comments

  1. 110%CLUB

    Hallo Marco,
    sehr schöner Artikel und sehr interessante Website. Herzlichen Glückwunsch!

    LG Henning

  2. katzmann kurt

    Die Artikelserie ist für mich sehr informativ.

    1. Marco

      Hallo Kurt,

      das freut mich sehr, wenn du aus der Artikelserie etwas für dich mitnehmen konntest. Gibt es noch andere Themen, die dich interessieren oder worüber du dich informieren möchtest?

      Beste Grüße
      Marco

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Wichtiger Hinweis zu § 85 WpHG – Haftungsausschluss

Die hier vorgestellten und besprochenen Geldanlagen befinden sich teilweise in meinen privaten Depots oder auf der Beobachtungsliste. Alle Beiträge dienen lediglich der Information oder der Unterhaltung. Sie stellen ausdrücklich keinerlei Empfehlung oder Kaufaufforderung dar. Ich leiste keine rechtsgeschäftliche Anlageberatung und kann diese auch nicht ersetzen. Dies gilt für sämtliche Kommunikationswege. Bei den hier erläuterten Anlageentscheidungen handelt es sich um meine subjektive Meinung. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Geldanlagen immer mit Risiken behaftet sind, die bis zum Totalverlust führen können. Eine Haftung für eure Anlagenentscheidungen kann ich nicht übernehmen. Ihr handelt eigenverantwortlich und auf eigene Gefahr. Vor einer Anlageentscheidung empfehle ich euch die Inanspruchnahme einer professionellen Beratung.