Mein Jahresrückblick 2020

Jahresrückblick 2020
Quelle: © Bildagentur PantherMedia / yurizap

Meine größte finanzielle Leistung besteht darin, dass ich mich 2011 dazu entschlossen habe, eigenständig mein Geld an den Kapitalmärkten zu investieren und mich nicht weiter auf Bankmitarbeiter zu verlassen. Neun Jahre private Geldanlage habe ich nun hinter mir und in dieser Zeit unzählige wertvolle Erfahrungen gesammelt. 

Fast schon traditionell schreibe ich den jeweils ersten Beitrag eines neuen Jahres über einen umfangreichen Rückblick auf das abgelaufene Jahr.

Mir geht es dabei nicht darum zu zeigen, wie viel Geld ich habe oder auch nicht habe und auch nicht, ob ich ein toller Privatanleger bin, sondern um Transparenz und Reflexion.

Wenn ich das ganze Jahr darüber schreibe, was ich alles unternehme um meinen Vermögensaufbau voran zu treiben, möchte ich euch einmal im Jahr darüber aufklären, ob meine Mühe überhaupt Früchte trägt.

Für mich selbst geht es auch um ein Zwischenfazit. Ich möchte sehen, wie sich mein langfristiger Vermögensaufbau entwickelt und ob ich meine Ziele erreichen konnte.

Dabei dreht sich letztlich alles um die Frage, welche Schlüsse ich aus dem Erreichten ziehen sollte und welche Anpassungen meiner Vorgehensweise notwendig sind.

Das vergangene Jahr war für uns alle ein sehr spezielles Jahr. Die Corona-Pandemie hat im Prinzip alles andere völlig in den Schatten gestellt. 

Mein Ergebnis kann jeder Privatanleger erreichen, der bereit ist, sich ein bisschen mit dem Thema Vermögensaufbau und Börse zu beschäftigen. 

Auch wenn ich mit meiner Vorgehensweise und meiner Entwicklung bis heute sehr zufrieden bin, ist immer noch jede Menge Luft nach oben.

Deshalb bin ich natürlich auch im kommenden Jahr wieder motiviert und werde auch 2021 wieder sehr viel Freude daran haben, mich weiter zu verbessern.

Mein Rückblick auf 2019

Obwohl die weltweiten Auswirkungen der Corona-Pandemie bereits ersichtlich sind, klettert mein Aktiendepot am 18.02. noch auf sein bisheriges All-Time-High

Zur Karnevalszeit erwischt mich der erste deutliche Rücksetzer meines Aktiendepots. Trotzdem bleibe ich ruhig. Auf ein solches Ereignis fühlte ich mich vorbereitet. Bald würden viele Qualitätsaktien deutlich günstiger zu haben sein.

Anfang März begebe ich mich auf eine dreiwöchige Südafrika-Rundreise. Zu diesem Zeitpunkt habe ich den weiteren Verlauf  der Pandemie immer noch völlig unterschätzt. 

Mitte März hat mein Aktiendepot im Vergleich zum All-Time-High in der Spitze mehr als 30 Prozent an Wert verloren.  Das Straußensteak schmeckt mir nun nicht mehr ganz so gut.

In der letzten Südafrikawoche wird mein Rückflug durch die Airline storniert. Einen neuen Flug zu buchen, gestaltet sich als sehr schwierig. Die Airline schließt ihre Schalter am Flughafen, die Hotline ist überlastet. Wird es in einigen Tagen überhaupt noch Flüge geben? Die ersten Nachrichten über drohende Insolvenzen von Airlines erscheinen in den Medien. Die Preise für Flüge mit anderen Fluggesellschaften steigen auf das sechsfache an.

Langsam fange ich nun doch an mir Gedanken zu machen. Komme ich wieder nach Hause oder sitze ich hier auf unbestimmte Zeit fest? Was passiert, wenn ich mich in Südafrika mit dem Virus infiziere? Wie wird die medizinische Versorgung sein? Wie lange reicht mein Urlaubsbudget? 

Mit ganz viel Glück gelingt es, einen neuen Rückflug zu bekommen und einige Tage vor der eigentlich geplanten Rückkehr bin ich wieder zuhause. Endlich zuhause. Vorher nie so zu schätzen gewusst. Bislang war unkomplizierte Reisen irgendwie immer selbstverständlich.

Ich stelle fest, dass es mehr günstige Qualitätsaktien zu kaufen gibt als ich Cash zur Verfügung habe. Gleichzeitig habe ich offenbar immer mehr Aktien im Depot, die ich eigentlich in so einer Situation nicht mehr besitzen möchte. Die Situation der Handlungsunfähigkeit macht mir zu schaffen. Ich verkaufe einige Positionen und kaufe zum Glück für ähnliche Beträge neue Aktien zu. Trotzdem muss ich feststellen, dass ich offenbar in guten Börsenzeiten Fehler gemacht habe. 

Ohne das sich die Pandemiesituation merklich verbessert, steigen die Aktienmärkte ab der zweiten Märzhälfte wieder an. Die Aussicht auf die Endlichkeit der Pandemiephase und das billige Geld der Notenbanken sorgen dafür. Diese Entwicklung setzt sich bis zum Jahresende so fort.

Meine P2P-Kredite, die sich während der Hochphase der Pandemie im Frühjahr erstaunlich stabil gezeigt haben, werfen in den kommenden Monaten geringfügig weniger Ertrag ab. Links und rechts wird von massiven Schwierigkeiten bei einzelnen Plattformen berichtet. In meinem Depot merke ich davon nicht viel.

Schauen wir uns aber nun meine einzelnen Assets einmal etwas genauer an und beginnen mit den Aktieninvestments.

Mein Aktiendepot

Die nachfolgende Übersicht kennt ihr vielleicht schon, denn meine Performance wird von mir monatlich aktualisiert und auf dieser Unterseite dauerhaft veröffentlicht.

Ihr könnt dort auch nachlesen, wie sich die Performance errechnet.  Ich habe mich besonders um eine möglichst objektive und genaue Vergleichbarkeit bemüht. Ohne Schönrechnerei.

Ihr seht genau, wie die Werte zustande gekommen sind. Sollten euch bei meiner Vorgehensweise Möglichkeiten einfallen, die die Vergleichbarkeit weiter zu verbessern, schreibt mir gerne eine Mail

Mit Ablauf des letzten Monats 2020 ist die Auswertung nun auch endlich komplett und wir haben ein Endergebnis. 

 

Letzter Platz im Benchmarkvergleich 2020

Nach rund 32 % Wertentwicklung im Vorjahr laufe ich im Corona-Jahr mit einem Minus von 4,5 % ins Ziel und belege damit den letzten Platz im Vergleich mit meinen Benchmark-ETF.

Die begangenen Fehler in der Crash-Phase haben nicht zu erheblichen Verlusten geführt. Das war gut.

Sie haben aber trotzdem zu einem äußerst negativen Ergebnis in meinem Performance-Vergleich geführt. Damit kann ich nicht zufrieden sein und möchte das auch nicht schönreden.

Ein disziplinierterer Umgang mit meinem Cash und noch mehr Geduld bis zu einer attraktiven Marktphase, sollen im kommenden Jahr dafür sorgen, dass ich hier wieder deutlich besser abschneiden kann. 

Performance
JAN
FEB
MRZ
APR
MAI
JUN
JUL
AUG
SEP
OKT
NOV
DEZ
Gesamt
Marco
– 0,0 %
– 11,1 %
– 10,8 %
+ 10,3 %
+ 1,6 %
+ 2,3 %
– 2,3 %
+ 5,8 %
– 5,2 %
– 3,0 %
+ 9,9 %
+ 2,1 %
– 4,6 %
DAX
– 2,1 %
– 8,5 %
– 16,4 %
+ 9,1 %
+ 6,6 %
+ 6,3 %
+ 0,3 %
+ 5,0 %
– 1,2 %
– 9,3 %
+ 15,0 %
+ 3,5 %
+ 3,2 %
Dow Jones
+ 0,7 %
– 9,2 %
– 11,8 %
+ 12,2 %
+ 2,1 %
+ 0,2 %
– 3,2 %
+ 6,7 %
+ 0,1 %
– 4,5 %
+ 9,3 %
+ 0,2 %
– 0,8 %
Euro STOXX 50
– 3,3 %
– 8,5 %
– 16,3 %
+ 5,4 %
+ 4,9 %
+ 6,7 %
– 1,5 %
+ 3,0 %
– 1,9 %
– 7,3 %
+ 18,1 %
+ 2,6 %
– 2,8 %
MSCI World
+ 1,0 %
– 7,8 %
– 12,1 %
+ 11,8 %
+ 2,4 %
+ 1,3 %
– 1,0 %
+ 5,6 %
– 1,3 %
– 3,0 %
+ 10,3 %
+ 1,8 €
+ 6,2 %
S&P 500
+ 1,6 %
– 7,6 %
– 10,8 %
+ 13,6 %
+ 2,3 %
+ 0,2 %
– 0,2 %
+ 6,2 %
– 1,6 %
– 2,6 %
+ 8,3 %
+ 0,9 %
+ 7,5 %

Welche Einzelwerte sich in meinem Aktiendepot befinden und damit für dieses Ergebnis verantwortlich sind, wie sie sich seit dem Kauf entwickelt haben und nach welchen Kriterien ich meine Auswahl treffe, könnt ihr euch hier ansehen:

Meine Top 5 - Aktien 2020

Absolute Performance:
  1. Square + 108 %

  2. Paypal + 102 %

  3. Amazon + 57 %

  4. Netflix + 44 %

  5. Xiaomi + 37 %

Interner Zinsfuß:
  1. Square + 301 %

  2. Xiaomi + 147 %

  3. Paypal + 101 %

  4. Union Pacific + 83 %

  5. Amazon + 57 %

Meine Flop 5 - Aktien 2020

Absolute Performance:
  1. Royal Dutch Shell – 39 %

  2. BP – 34 %

  3. Bayer – 30 %

  4. British American Tobacco – 15 %

  5. Fresenius – 15 %

Interner Zinsfuß:
  1. Royal Dutch Shell – 39 %

  2. BP – 34 %

  3. Bayer – 30 %

  4. Fresenius – 16 %

  5. CVS Health – 14 %

Hier habe ich einmal das Ranking nach absoluter Performance und einmal nach internem Zinsfuß gewählt.

Auffällig ist, dass die schwächsten Werte 2020 bereits 2019 extrem schlecht abgeschnitten haben. Zusammenfassend kann man sagen, dass Öl & Gas, Tabak und deutsche Unternehmen mein Depot nach unten gedrückt haben. 

Die Top 5 werden überwiegend durch Tech-Aktien gestellt. Einzig Union Pacific hat sich aus der „Old Economy“ dazwischen gedrängt. Ansonsten sind meine Finanzwerte ebenfalls ganz gut gelaufen.

Dividenden

Die Dividendenerträge sind ein wichtiges Element meiner Vermögensstrategie. Grundsätzlich ist es mein Ziel, die Dividendenerträge in jedem Jahr zu steigern.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte ich meine Dividendeneinnahmen in 2020 um 25 % steigern. 

Dabei blieb ich auch nicht von Dividendenkürzungen verschont. Weitere Kürzungen erwarte ich im kommenden Jahr bei Bayer und BASF. Welche Unternehmen im Zuge der Corona-Pandemie ihre Gewinnausschüttung nach unten korrigiert haben, könnt ihr hier nochmal nachlesen.

P2P-Kredite

Mittlerweile werden meine Zinseinnahmen fast ausschließlich aus P2P-Investitionen gespeist. Tagesgeld und Anleihezinsen spielen in meiner Strategie zur Zeit keine Rolle.

Hier habe ich im letzten Tertial 2019 ein Cashflow-Projekt gestartet. Ich habe 20.000 Euro Fremdkapital aufgenommen und diesen Betrag auf die Plattformen Bondora, Mintos und Estateguru verteilt. Wie ich bei Planung und Umsetzung vorgegangen bin und wie das Projekt bislang gelaufen ist, begleite ich auf dieser Unterseite.

Nach eigenen Zinskosten komme ich auf einen Zinsertrag von 1658,87 € in 2020.

Monat:
Ertrag Mintos:
Ertrag Estateguru:
Ertrag Bondora:
Ertrag Peerberry:
Cashflow :
Zinskosten:
Summe Ertrag::
2019
236,71 €
125,82 €
200,35 €
562,89 €
102,30 €
460,59 €
Jan
68,78 €
56,56 €
66,32 €
191,66 €
50,33 €
141,33 €
Feb
71,85 €
41,20 €
64,23 €
177,28 €
49,79 €
127,49 €
Mrz
61,21 €
58,41 €
63,79 €
183,41 €
49,24 €
134,17 €
Apr
54,79 €
88,20 €
62,12 €
205,11 €
48,69 €
156,42 €
Mai
66,61 €
49,79 €
59,27 €
8,81 €
184,48 €
48,14 €
136,34 €
Jun
71,02 €
32,89 €
51,77 €
10,67 €
166,35 €
47,59 €
118,76 €
Jul
68,52 €
85,25 €
53,23 €
9,21 €
216,21 €
47,04 €
169,17 €
Aug
60,68 €
71,93 €
40,02 €
8,30 €
180,93 €
46,48 €
134,45 €
Sep
57,63 €
63,60 €
47,54 €
14,65 €
183,42 €
45,92 €
137,50 €
Okt
61,48 €
97,77 €
41,07 €
18,27 €
218,59 €
45,37 €
173,22 €
Nov
58,49 €
41,49 €
34,25 €
17,15 €
151,38 €
44,81 €
106,57 €
Dez
61,59 €
81,52 €
24,59 €
167,70 €
44,25 €
123,45 €
Gesamt
940,87 €
852,94 €
749,71 €
94,50 €
2638,02 €
625,14 €
2012,88 €

Mintos

Bei Mintos bin ich bereits seit 2016 investiert. In diesem Jahr hatte Mintos mit sehr vielen Problemen zu kämpfen und sorgte mit einigen Maßnahmen für große Verärgerung unter den Investoren.

Meine Investitionen waren davon irgendwie nicht betroffen. Ich versuche bei meinen Auto-Invest-Einstellungen auf Qualität zu achten. Scheinbar hat sich das in der Krise ausgezahlt.

Die jährliche Rendite erhöhte sich im letzten Jahr auf 11,12 % (2019: 11,05 %).

5 % meines Kapitals befindet sich im Status „In Rückforderung“. Allerdings gibt es hier immer mal wieder Bewegung in der Form, dass kleine Teile davon zurückgezahlt werden.

Estateguru

Estateguru war im vergangenen Jahr DAS Highlight meiner P2P-Plattformen. Meine dortigen Investitionen liefern auch in schwierigen Zeiten recht zuverlässig ihre Zinsen ab.

Von derzeit 148 investierten Projekten befinden sich 8 „in Einholung“ (5,4 %) Hierüber bin ich nicht beunruhigt, denn bislang wurde mein Kapital auch bei zwischenzeitlicher Einstufung in diesen Status immer zurückgezahlt. Auch wenn es mitunter lange dauert.

727,12 € Zinseinnahmen in 2020 tragen ihren Teil zu einer jährlichen Rendite von 9,92 % bei deutlich steigender Tendenz bei (2019: 4,89 %). 

Bondora

Nach den guten Erfahrungen bei Bondora Go & Grow hatte ich 2019 auch mittels Portfolio Pro bei Bondora ein Kreditportfolio an den Start gebracht.

Nach rund 15 Monaten befindet sich dieses Kreditportfolio wieder in der Auflösung. Denn: Zum ersten Mal nach neun Jahren werde ich im kommenden Jahr für ein Immobilienprojekt Kapital aus meinem Vermögenskreislauf entnehmen.

Auf Grund des hohen Risikos habe ich mich u.a. dafür entschieden einen Teil des benötigten Kapitals bei Bondora über den Go & Grow-Umweg kurzfristig abzuziehen. 

Meine übrigen Investments über Bondora Go & Grow laufen weiter und wurden auch in 2020 erhöht. 

Der interne Zinsfuß beträgt nach fünfzehn Monaten Portfolio Pro 10,62 %

Bislang konnten ca. 25 % meines dortigen Investitionskapitals nicht kurzfristig zu Go & Grow überführt werden. Das heißt, dass diese Renditeangabe vermutlich deutlich zu hoch sein wird, weil zum jetzigen Zeitpunkt unklar ist, wieviel davon zurückgefordert werden kann.

Das werde ich im Auge behalten und in einem gesonderten Beitrag im nächsten Jahr mit euch besprechen. Möglicherweise muss hier eine größerer Verlust einkalkuliert werden. Wir werden sehen.

Für alle Plattformen habe ich für die Renditeangabe den IRR-Wert (interner Zinsfuß) aus Portfolio Performance verwendet. Dieser ist für mich maßgeblich. Die von den Plattformen angegebene Rendite liegt teilweise deutlich, teilweise leicht höher als die Berechnung aus Portfolio Performance. 

Peerberry

Die junge P2P-Plattform ist seit Mai 2020 Teil meines Portfolios. Peerberry hat sich als einer der Krisengewinner erwiesen und liefert in der kurzen Zeit zuverlässige Erträge. 

P2p-Übersicht 2020
Quelle: Portfolio Performance

Gold

Der Verkaufspreis für eine Unze Wiener Philharmoniker beträgt bei Pro Aurum aktuell 1357 Euro. Mein durchschnittlicher Kaufpreis liegt bei 1044,50 Euro.

Dies entspricht einer Wertentwicklung von 47 % in knapp sieben Jahren. Der Goldpreis entwickelte sich in 2020 umgerechnet in Euro um 13 %.

Meine Beweggründe für eine Investition in Gold habe ich für euch hier verlinkt.

Gesamtdepot

Mein Vermögen hat sich im vergangenen Jahr um 23 % entwickelt. Immobilienvermögen ist außen vor.

Dies ist in diesem Jahr auf Grund des schwachen Abschneidens meiner Aktieninvestments hauptsächlich auf meine monatlichen Sparraten zurückzuführen.

Mein Gesamtdepot erzielte 2020 ein Minus von 1,23 %

Nach dem überragenden Ergebnis vom vergangenen Jahr mit über 27 % Wertentwicklung ist das natürlich ein Rückschritt.

Zwischenergebnis seit September 2011

Kommen wir zunächst zu meinem Zwischenergebnis seit 2011

Die langfristige Zielrendite für mein Vermögen liegt wie immer bei 7-9 Prozent jährlich nach Steuern. 

Mit einer durchschnittlichen jährlichen Gesamtrendite von 8,18 % über alle Assets hinweg befinde ich mich innerhalb dieses Zielkorridors.

Langfristig läuft also immer noch alles nach Plan.

Zu diesem Ergebnis haben in den vergangenen Jahren außer den Aktien auch Goldmünzen, Anleihen, ein Bausparvertrag, mein Cashbestand sowie meine P2P-Investitionen beigetragen.

Auch im vergangenen Jahr habe ich wieder jede Menge gelernt und meine Strategie optimiert. 

Ich habe wieder ein Jahr mehr Erfahrung auf dem Buckel und mir fällt es immer leichter meine Meinung zu festigen und auch gegen anderslautende Argumente zu vertreten.

In keinem Jahr habe ich bislang mehr über mich und über die Märkte gelernt als in diesem Jahr. Ich bin sicher, dass ich zukünftig von diesen Erfahrungen profitieren werde. 

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Konnte ich meine selbst gesteckten Ziele erreichen?

Zum Schluss meines Jahresrückblicks noch ein kurzer Check, ob ich meine zum letzten Jahreswechsel formulierten Ziele für 2020 erreichen konnte:

1.Den Benchmarkvergleich gewinnen

Letzter Platz. Das war nix.

2.Meiner Strategie treu und dabei rational und bodenständig bleiben

Grundsätzlich ist mir das gelungen. Auch wenn ich in der Crash-Phase im Frühjahr nicht alles richtig gemacht habe, habe ich rational gehandelt. Allerdings muss ich zukünftig disziplinierter, konsequenter und geduldiger werden. Klingt dahingesagt, ist aber Wort für Wort so gemeint.

3.Steigerung der passiven Einkünfte

Angestrebt hatte ich eine Steigerung meiner Dividenden um 35 %. 

„Dieses Ziel wird sich jedoch nur dann erreichen lassen, wenn die Märkte in eine Schwächephase geraten und ich weitere Aktien kaufen kann. Wenn sich die Indizes weiter so strikt nach oben entwickeln, werde ich diesen Wert nicht erreichen können.“

Diese Zeilen habe ich im vergangenen Jahr geschrieben. Wir hatten diese Schwächephase. Trotzdem ist es mir nicht gelungen, im gewünschten Maße davon zu profitieren. Erreicht wurden nur 25 % Dividendensteigerung, da ich auch Dividendenaktien verkauft habe.

Mein Zinsertragsziel von 10 % im Rahmen meines Cashflow-Projektes mit P2P-Krediten konnte ich jedoch erreichen. Auch die Tilgung des Fremdkapitals konnte weiterhin außerhalb der Erträge geleistet werden. So werden die Zinseinnahmen vollständig reinvestiert und dem Zinseszinseffekt unterworfen. Ich hoffe, dass es bei den P2P-Krediten auch im nächsten Jahr so gut läuft.

Am Ende ist bei den passiven Erträgen doch wieder alles gut, denn die gesamten passiven Erträge (Dividenden + Zinsen) liegen 54 % höher als 2019

4.Steigerung der monatlichen Sparrate im mittleren einstelligen Prozentbereich

Meine monatliche Sparquote beträgt aktuell 39,47 % (2019: 39,14 %) vom Netto-Einkommen. Hiervon stehen 22,7 % (2019: 22,6 %) für Investitionen zur Verfügung.

Der Rest ist für die Notfallreserve bzw. für mittelfristige Anschaffungen reserviert.

Im laufenden Monat ist die Sparrate deutlich erhöht worden. Daran ist auch nicht mehr zu rütteln. Die Daueraufträge sind bereits eingestellt und mit einem Monat Verspätung habe ich dieses Vorhaben umgesetzt.

5. 21.000 € investieren

Mit rund 19.500 Euro eigener Investitionen habe ich dieses Ziel verfehlt. 

Fazit:

Persönliche Ziele nicht konsequent genug verfolgt

Insgesamt habe ich die meisten Ziele verfehlt.  Irgendwie haben sich im Jahresverlauf andere Prioritäten ergeben und die Zielerreichung erschien nicht mehr so wichtig. Das war schlecht.

Ergebnis der Aktienmärkte: Nichts besonderes!

Für die Aktienmärkte hielt das Jahr 2020 einen echten Crash und eine rasend schnelle Erholungsphase bereit. Schaut man sich die Ergebnisse der großen Indizes an, war es ein sehr gewöhnliches Jahr. 

Schwaches Abschneiden im eigenen Aktiendepot

Die Performance meines Aktiendepots war ebenfalls schlecht. Die Ursache war in schlechtem Cash-Management in 2019 zu suchen. Mit meinem eigenen Verhalten in der Krise war ich überwiegend zufrieden. Daraus konnte ich viele wertvolle Erfahrungen ziehen.

P2P-Kredite überraschend stabil

Die P2P-Kredite bildeten überraschenderweise einen wertvollen Stabilitätsanker in meinem Gesamtdepot. Hier hat es sich ausgezahlt, nicht eine möglichst hohe Rendite erzielen zu wollen, sondern auf Qualität zu setzen. 

Ebenso wie die P2P-Kredite haben auch meine Goldmünzen die Aktienmärkte outperformt. 

Und 2021?

Für das neue Jahr habe ich mir erstmal den konsequenten Aufbau von Cash vorgenommen, damit mir dasselbe in der nächsten Abwärtsbewegung nicht mehr passiert. Aktienkäufe sind auf derzeitigem Marktniveau erst einmal nicht mehr geplant. 

Ansonsten behalte ich natürlich bei wieder in einem Korridor von 7-9 % Gesamtperformance pro Jahr zu landen. 

Wie lief euer Anlagejahr 2020? Was hat gut geklappt und welche Fehler habt ihr gemacht? Ich freue mich über euren Kommentar!

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Wichtiger Hinweis zu § 85 WpHG – Haftungsausschluss

Die hier vorgestellten und besprochenen Geldanlagen befinden sich teilweise in meinen privaten Depots oder auf der Beobachtungsliste. Alle Beiträge dienen lediglich der Information oder der Unterhaltung. Sie stellen ausdrücklich keinerlei Empfehlung oder Kaufaufforderung dar. Ich leiste keine rechtsgeschäftliche Anlageberatung und kann diese auch nicht ersetzen. Dies gilt für sämtliche Kommunikationswege. Bei den hier erläuterten Anlageentscheidungen handelt es sich um meine subjektive Meinung. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Geldanlagen immer mit Risiken behaftet sind, die bis zum Totalverlust führen können. Eine Haftung für eure Anlagenentscheidungen kann ich nicht übernehmen. Ihr handelt eigenverantwortlich und auf eigene Gefahr. Vor einer Anlageentscheidung empfehle ich euch die Inanspruchnahme einer professionellen Beratung.